Immobilien

Kommunen wollen ländlichen Leerstand gegen Wohnungsnot nutzen

Wohnungsbau in einer Stadt und angebundene ländliche Wohngebiete

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert ein umfassendes Konzept gegen die Wohnungsnot. Während in deutschen Ballungsräumen bezahlbare Wohnungen fehlen, stehen nach Angaben des Verbands in häufig strukturschwachen ländlichen Regionen rund 1,9 Millionen Wohnungen leer. Gleichzeitig fehlen bundesweit mehr als 800.000 Wohnungen und der Neubau bleibt auf niedrigem Niveau.

Die Kommunen wollen deshalb nicht allein auf Mietpreisbremsen und neue Bauprogramme setzen. Ländliche Wohnorte müssten durch neue oder reaktivierte Bahnverbindungen besser an Städte angebunden werden. Hinzukommen sollen eine verlässliche Gesundheitsversorgung, erreichbare Einkaufsmöglichkeiten sowie bessere Kultur- und Freizeitangebote.

Für Wohnungssuchende würde ein solcher Ansatz das Angebot außerhalb der teuren Zentren erweitern. Entscheidend ist jedoch, ob Bund und Länder Infrastruktur und Nahverkehr langfristig finanzieren. Der Verband schlägt dafür unter anderem Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur vor.

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