Wirtschaft

Ostdeutschland: Fachkräftemangel bremst neue Industrieprojekte

Moderne Produktionshalle mit freien Arbeitsplätzen

Ostdeutschland bietet Unternehmen vergleichsweise günstige Immobilien, freie erschlossene Industrieflächen und eine gute Anbindung an wachsende Märkte in Osteuropa. Ökonomen sehen darin Chancen für neue Fabriken und Investitionen. Gleichzeitig wird der Mangel an qualifizierten Beschäftigten vielerorts zum entscheidenden Standortnachteil.

Der demografische Wandel verschärft das Problem: In Regionen, in denen neue Industriearbeitsplätze entstehen könnten, schrumpft das verfügbare Arbeitskräfteangebot. Das ifo Institut weist darauf hin, dass ostdeutsche Betriebe verstärkt Fachkräfte aus dem Ausland anwerben müssen. Für Investoren zählen deshalb nicht nur Grundstückspreise und Fördermittel, sondern auch Ausbildung, Zuwanderung und die Attraktivität der jeweiligen Region.

Für Kommunen ergibt sich eine praktische Doppelaufgabe: Industrieflächen müssen bereitstehen, zugleich braucht es Wohnungen, Verkehrsverbindungen und soziale Infrastruktur, damit Beschäftigte langfristig bleiben. Der Aufholprozess Ostdeutschlands ist weit fortgeschritten, doch neue Ansiedlungen hängen zunehmend von der Personalfrage ab.

Quellen