Kultur

Holocaust-Überlebende Irene Butter mit 95 Jahren gestorben

Kerze, weiße Rose und geöffnetes Erinnerungsbuch in einem leeren Saal

Die Holocaust-Überlebende, Wirtschaftswissenschaftlerin und Friedensaktivistin Irene Butter ist im Alter von 95 Jahren in den USA gestorben. Ihre Agentin bestätigte dem NDR, dass Butter am Freitag im Kreis ihrer Familie und Freunde starb. Jahrzehntelang berichtete sie Schülerinnen und Schülern in Deutschland und den USA von ihrer Verfolgung während der NS-Zeit.

Butter wurde 1930 als Irene Hasenberg in Berlin geboren. Ihre Familie floh 1937 nach Amsterdam, wurde nach der deutschen Besetzung jedoch deportiert. Über das Durchgangslager Westerbork gelangte sie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Später konnte sie im Rahmen eines Gefangenenaustauschs ausreisen und kam schließlich in die Vereinigten Staaten.

Dort studierte sie Wirtschaftswissenschaften und wurde Professorin an der Universität Michigan. Für ihre langjährige Bildungsarbeit und ihr Engagement als Zeitzeugin erhielt sie 2024 das Bundesverdienstkreuz.

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